Gedanken über das Zuhören

Jedesmal, wenn ich den Text aus dem Buch Momo von Michael Ende (Sie finden ihn unter der Rubrik „Zuhören“) lese, bin ich aufs Neue berührt. Als ich den Text das erste Mal hörte, wußte ich sofort: So möchte ich Psychotherapie machen, so möchte ich als Psychotherapeut zuhören können. Ich wußte damals schon, dass ich Psychotherapeut werden will. Ich mußte nur die richtige Psychotherapierichtung finden, die meinem Bild von Therapie entspricht.

Ich habe an der Universität in Klagenfurt ein Seminar über Klientenzentrierte Psychotherapie besucht. Bei diesem Seminar war das  Bedürfnis des Menschen nach unbedingter Wertschätzung ohne Wenn und Aber ein wesentlicher Punkt. Es wurde mir klar, dass ich meine Klienten als Therapeut ohne Wenn und Aber unbedingt wertschätzen will, damit ich so zuhören kann wie Momo. Dass dieses Wertschätzen auch echt sein soll um zu wirken, war einleuchtend. Und, dass das bloße Hören mit den Ohren wahrscheinlich auch zu wenig ist, lag auf der Hand. Nur mit dem Herzen sieht man gut, sagt der  Fuchs zum kleinen Prinzen, nur mit dem Herzen hört man gut, meint Momo und sage ich.

Klientenzentrierter Psychotherapeut zu sein, ist für mich kein theoretisches Konzept sondern eine Lebenseinstellung.

          

 

Gedanken über Schwellenangst

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es sehr vielen Menschen schwerfällt, sich an einen Psychotherapeuten zu wenden. Gedanken wie:  Ich bin doch nicht verrückt, die Leute werden denken ich ticke nicht ganz richtig, da geh ich lieber nicht hin, weil  ich da meine allerschlimmsten Geheimnisse preisgeben muss, da muss ich peinliche Sachen zugeben, auch wenn ich nichts sage,  wird er alles über mich wissen, der kann mir womöglich in mein Gehirn hinein schauen, was wird der Therapeut von mir denken usw., lassen viele zurückschrecken.

Die Stunde gehört meinen Klienten. Sie erzählen mir, was Sie bewegt und ich gehe wertschätzend und mitfühlend mit Ihnen, aber es bleibt immer Ihre Entscheidung, worüber Sie reden. Wenn Sie etwas analysieren wollen, dann helfe ich Ihnen dabei, aber es bleibt Ihre Interpretation. Ich schaffe eine Atmosphäre, in der Sie, mit allem was Sie ausmacht, Platz nehmen können ohne be- oder verurteilt zu werden.

Egal,  ob Sie mit dem Überleben kämpfen oder Ihre Lebenssituation verbessern wollen, nehmen Sie sich ein Herz. Es lohnt sich.

       

 

Gedanken über Sexualität

Viele meiner Klienten machen im Laufe ihrer Therapie unter anderem auch Sexualität zum Thema. Für die allermeisten ist dieses Thema sehr schambehaftet. In unserem geschützten Raum der Therapie ist es leichter möglich, über peinliche Themen oder Tabus zu sprechen.

Für mich ist ein natürlicher, liebevoller und wertschätzender Umgang mit diesen Themen sehr wichtig. Sexualität ist ein sehr wichtiger Aspekt in Partnerschaften und in unserem Leben überhaut.

Leider wird uns von den Medien, im speziellen von der Pornoindustrie, ein  verzerrtes Bild von Sexualität vermittelt. Sexualität ist, wie auch immer sie gelebt wird, ein individueller und intimer Akt von Menschen, die körperlich zueinander finden. Falls Sie es wünschen, helfe ich Ihnen gerne, diesen individuellen Weg zu finden, wachsen zu lassen oder weiterzuentwickeln.        Eine positive Einstellung zu Sexualität und  Körperlichkeit im Allgemeinen ist ein wesentlicher Beitrag zu einem zufriedenen und erfüllten Leben.